BiPsy bei der Didacta 2026: Wie wir das Wohlbefinden von Schüler:innen fördern können

Die didacta ist die wichtigste Fachmesse für Bildung und Weiterbildung und vernetzt Fachleute aus Praxis, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Im Vordergrund der Präsentation stand daher der Transfer zentraler Befunde in die schulische Praxis. Die wichtigste Take-Home-Message war, dass Lehrkräfte schulisches Wohlbefinden stärken können, indem sie emotionale Unterstützung bieten und Unterricht klar strukturieren. Schüler:innen sollen zum Denken angeregt werden, brauchen dabei aber klare Orientierung, Unterstützung und ein Anforderungsniveau, das weder unter- noch überfordert.

Ein Schulleiter aus Bielefeld meldete im Anschluss zurück, dass er die Erkenntnisse für seine Schüler:innenschaft zu 100 Prozent bestätigen könne und diese gern im Rahmen einer Gesamtkonferenz weitergeben möchte.

Wir freuen uns sehr, dass die Ergebnisse aus dem BiPsy-Projekt unmittelbar für die Praxis und intensivierten Austausch über Gesundheitsförderung im Kollegium genutzt werden.

BiPsy beim Kongress Armut & Gesundheit 2026: Psychosoziale Versorgungslage und Einfluss von Schulgesundheitsfachkräften

Der Kongress stand unter dem Motto „Gesundheit ist politisch! Was ist uns Chancengerechtigkeit als Gesellschaft wert?“ und richtete sich an eine Vielfalt an Menschen aus Wissenschaft, Praxis, Verwaltung, Politik und der Zivilgesellschaft.

Nina Tucholski präsentierte im Rahmen des Fachforums „Gesundheitsförderung bei Kindern und Jugendlichen im Setting Schule“ mit etwa 110 Teilnehmenden zentrale Ergebnisse aus dem BiPsy-Schulmonitor. Es wurden Daten zu der Verfügbarkeit und Bedarfsabdeckung von Beratungslehrkräften, Schulsozialarbeit und Schulpsychologie vorgestellt und mit Ergebnissen einer aktuellen Erhebung zum Einfluss von Schulgesundheitsfachkräften ergänzt. Die Daten, die auf die Relevanz der Schulgesundheitsfachkräfte als weitere psychosoziale Unterstützungsstruktur hinweisen, wurden Ende 2025 im Rahmen einer Kooperation mit Prof. Catharina Maulbecker-Armstrong erhoben.

 

BiPsy-Impulsvortrag zu psychischer Gesundheit, schulischem Wohlbefinden und psychosozialer Versorgung von Schüler:innen

Dr. Franziska Greiner-Döchert und Kristin Rodney-Wolf präsentierten im Rahmen eines pädagogischen Fachtags am Konrad-Adenauer-Gymnasium in Langenfeld vor rund 100 Lehrkräften zentrale Ergebnisse des BiPsy-Monitor-Projekts. Vorgestellt wurden zentrale Befunde sowie praxisrelevante Implikationen aus den Teilprojekten „Deep Dive II – Unterricht und schulisches Wohlbefinden“ und „Versorgungsmonitor Psychotherapie“.

Der Vortrag thematisierte unter anderem aktuelle Daten zur Prävalenz psychischer Belastungen bei Kindern und Jugendlichen, Frühwarnzeichen psychischer Belastung bei Schüler:innen, den Zusammenhang zwischen Unterrichtsgestaltung und schulischem Wohlbefinden sowie psychosoziale Unterstützungsangebote innerhalb und außerhalb von Schulen. Ergänzt wurden diese Perspektiven durch Ergebnisse zur interdisziplinären Schnittstelle zwischen Schule und psychotherapeutischer Versorgung sowie zentralen Befunden aus dem Deutschen Schulbarometer und den anderen BiPsy-Teilprojekten zu Versorgungsbarrieren sowie der Verfügbarkeit psychosozialer Versorgung an Schulen. In einer abschließenden Reflexion diskutierten die Teilnehmenden praktische Schlussfolgerungen aus den vorgestellten Daten für die Schulentwicklung ihrer Schule.

Die vorgestellten Daten sind in zwei Fact Sheets zusammengefasst. Sie sind hier nachzulesen.

Einblick in die zweite Erhebungswelle des BiPsy-Versorgungsmonitors Psychotherapie

Aus dem Projektteil Versorgungsmonitor Psychotherapie sind seit heute erste Ergebnisse zur zweiten Erhebungswelle aus dem April 2025 auf unserer Website zu finden. Wir präsentieren Erkenntnisse aus einer bundesweiten Psychotherapeut:innenbefragung zu Anfragen, Wartezeiten, Belastungsfaktoren für Kinder und Jugendliche, Versorgung von marginalisierten Gruppen sowie Arbeitsbelastung von Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut:innen. Zudem werden erste Trends im Vergleich der Befragungen aus den Jahren 2024 und 2025 vorgestellt. Die Ergebnisse finden Sie hier.

BiPsy-Versorgungsmonitor in Wissenschaft und Praxis – Drei Vorträge zu aktuellen Ergebnissen

Nina Tucholski nahm am 30.09.2025 im Rahmen der 20. Tagung der Fachgruppe Pädagogische Psychologie in Jena an dem Symposium „Psychisch gesund (auf)wachsen in herausfordernden Zeiten“, initiiert von Prof. Dr. Julia Asbrand, teil. Sie stellte Ergebnisse aus der ersten Erhebungswelle des Versorgungsmonitors Schule zur Verfügbarkeit und Bedarfsdeckung psychosozialer Versorgungsstrukturen an Schulen vor.

Am 08.10.2025 präsentierten Hannah Elisabeth Köhler und Kristin Rodney-Wolf im Rahmen der Schulleitungstagung Hamburg, Berlin und Brandenburg zentrale Ergebnisse aus dem Deutschen Schulbarometer – Schüler:innen sowie dem BiPsy-Versorgungsmonitor Schule. Dabei wurden aktuelle Daten zur Prävalenz psychischer Belastungen bei Kindern und Jugendlichen, Hilfesuchverhalten sowie der Verfügbarkeit psychosozialer Hilfsangebote an Schulen vorgestellt. Ergänzt wurde der Vortrag  durch eine vergleichende Perspektive aus dem Versorgungsmonitor Psychotherapie zur interdisziplinären Schnittstelle Schule und Psychotherapie.

Auf einer Sitzung der Kommission KJP Prävention präsentierte Kristin Rodney-Wolf Ergebnisse aus dem Versorgungsmonitor Psychotherapie zur aktuellen Versorgungslage in der ambulanten Psychotherapie. Hierzu wurden sowohl bundesweite Daten zu Wartezeiten, Anfragen, angebotenen Behandlungsleistungen, Belastungsfaktoren für Kinder und Jugendliche, Arbeitstätigkeiten und Arbeitsbelastung von Behandler*innen, als auch regional spezifische Daten für Berlin vorgestellt und in der Kommission diskutiert.

Die vorgestellten Daten sind in zwei Veröffentlichungen (Rodney-Wolf & Schmitz, 2025; Rodney-Wolf et al., 2025) und zwei Fact Sheets zusammengefasst, die hier nachzulesen sind. Die Daten des Deutschen Schulbarometer – Schüler:innen sind auf der Webseite der Robert-Bosch-Stiftung aufbereitet.