Veröffentlichung wissenschaftlicher Artikel zur psychosozialen Versorgung an Schulen in Deutschland

Die Studie mit dem Titel „Mental health support in German schools: a cross-sectional survey study of principals on demand vs. provision of support services“ wurde im Juni 2026 in der Fachzeitschrift „Frontiers in Public Health“ veröffentlicht.

In dieser Arbeit werden Ergebnisse aus dem ersten BiPsy-Schulmonitor aus dem Jahr 2024 zu den Themen Angebot und Nachfrage von psychosozialen Angeboten an Schulen sowie Unterschieden zwischen Schuljahren und Schulformen präsentiert.

Ein zentrales Ergebnis der Studie zeigt, dass die Mehrheit der Schulen Zugang zu Schulsozialarbeit und Schulpsychologie hat, aber an weniger als der Hälfte der Schulen Beratungslehrkräfte angestellt sind. Zwischen Bedarf und Angebot von psychosozialer Hilfe bestand eine große Differenz, wobei der Bedarf bis zu doppelt so hoch eingeschätzt wurde wie vorhandene Angebote. Zudem ist der Bedarf an psychosozialen Angeboten zwischen den Schuljahren 2022/23 und 2023/24 gewachsen, während die vorhandenen Angebote unverändert geblieben sind.

Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit eines Ausbaus von psychosozialen Angeboten an Schulen mit einem besonderen Fokus auf Schulen mit hohem Bedarf wie Förderschulen. Dieser Ausbau sollte mit einem wissenschaftlichen Monitoring verbunden sein, um die Entwicklung verfolgen und nachsteuern zu können.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

 

 

 

Einblick in offenes Feedback aus der dritten Erhebungswelle des BiPsy-Versorgungsmonitors Psychotherapie

Aus dem Projektteil Versorgungsmonitor Psychotherapie ist ab sofort ein neues Fact Sheet mit qualitativen Ergebnissen der dritten Erhebungswelle aus dem April 2026 auf unserer Website verfügbar. Darin werden die offenen Rückmeldungen von bundesweit befragten Psychotherapeut:innen zur Versorgungssituation von Kindern und Jugendlichen ausgewertet. Die Ergebnisse geben Einblicke in wahrgenommene Herausforderungen der psychotherapeutischen Versorgung, darunter die Belastung der Therapeut:innen, strukturelle Probleme im Versorgungssystem sowie Schwierigkeiten in der interdisziplinären Zusammenarbeit mit Kliniken, Psychiater:innen, Kinderärzt:innen, Jugendämtern und Schulen. Das Fact Sheet finden Sie hier.